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GPS-Höhe oder barometische Höhe?

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Ort: Speyer
Befasse mich schon seit etlichem Wochen mit Autoquad ...
Habe bisher (schwerere kopter bis 5kg) mit MK und NAZA gebaut und zum Film/Fotoflug verwendet (mit Allg.Erlaubnis in RLP) ...

Und bastle nun mit M4 für einen Klapp-Mini (sehr klein, leicht, zusammen mit N4 Erweiterung und KISS Regler...).

Will dieses Teil (derzeit 550 gr.) mit Gopro3 (ohne Lipo!) und leichtem BL-Gimbal für Amateur-Videoaufnahmen nutzen - auch für WP-Flug!!! ...

Fliegt bisher auch ganz gut ohne GPS (klar viele Parameter zum rumdrehen)... Beim Anschalten des GPS "hüpft" das Teil ... denn da wird von barometr. Höhe auf GPS-Höhe geschaltet.
Und ist das GPS-Signal nicht immer ausreichend, als schaltet das Teil automat von Höhe GPS auf Höhe barometr. um und "hüpft" oder "bricht aus" und fliegt mir im engen Ganrten in die Hecken :mrgreen: ... mag sein, dass das in 20m Höhe egal ist ... aber gerade auf "Baumhöhe" nicht so doll ...

Habe das im Autoquad-Forum angesprochen (fpv-community.de) und gefragt, warum denn der GPS-Höhe der Vorzug gegeben werde (also immer wenn GPS, dann auch für die Höhenregelung)...

Von rosewite wurde darauf hingewiesen, dass das doch so vorteilhalt sei und warum denn bei MK die Baro-Höhe genommen würde, das könne er nicht nachvollziehen ...

Daher frage ich auch die Meinung hier bei der "MK-Gemeinde" nach, um mir ein Bild zu machen ...

Baro- oder GPS-Höhe - das ist hier die Frage ...
« Bearbeitet von WoSchu am 17.05.2016 16:24. »
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Ort: Bramboden (Schweiz)
Ich denke Barometrisch ist zuverlässiger und genauer als GPS um kleinere Veränderungen der höhe festzustellen

Bei GPS varriert die ohnehin schon künstlich eingeschränkte Genauigkeit je nach Empfang und den gerade sichtbaren Satelliten

GPS braucht es vor allem um Längen- und Breitengrad zu ermitteln und für die absolute höhe, für die relative höhe gibt es bessere Möglichkeiten (Barometrisch, Ultraschall, Laser...)
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Beiträge: 321
Ort: Schweiz - Winterthur
Jeder Sensor hat bestimmte Vor- und Nachteile. Desswegen macht es Sinn, dass man mehrere Sensoren nimmt und versucht von jedem "das Beste" zu nehmen. Dies ist jedoch nicht immer möglich.

GPS-Höhe
+ ergibt eine absolute Höhe
- diese Angabe ist recht ungenau. Wenn ein GPS-Empfänger an Ort und Stelle lässt und vielleicht eine Stunde lang die Höhe beobachtest, dann kan die gut und gerne im Bereich von 20 Meter oder mehr schwanken!

Barometrisch
+ Hat eine gute Auflösung und Genauigkeit
- ist abhängig von Lufdruckschwankungen: Wind (Propeller und natürliche Ursachen) und Wetteränderungen wirken sich auf den Luftdruck aus und beeinflussen somit die gemessene Höhe

Beschleunigungssensor
+ Kann Beschleunigungen nach oben und unter gut messen
- ist nicht geeignet für Messungen über lange Zeit, da durch Rauschen und sehr kleine Beschleunigungen der Wert "davonläuft"

Wegen diesen Vor- und Nachteilen werden beim Mikrokopter die Daten des Beschleunigungsensors in Z-Richtung und dem Luftdruck fusioniert um ein sehr gute Höhenmessung zu erhalten.
Da wir mit relativer Höhe (Höhe des Kopters über Startpunkt) zufrieden sind reicht und diese Messung. Würde man aber noch eine Angabe betreffend Meter über Meer benötigen, dann könnte man die GPS-Höhe noch in die Berechnung einbeziehen.

Sollte keine Doktorarbeit werden, aber daran sieht man, dass es nicht immer ganz einfach ist den richtigen Sensor für die richtige Grösse zu erhalten.
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Registriert seit: Nov 2012
Beiträge: 16
ACC-Z wird bei nahezu allen mir bekannten Flight Controllern unterstützend mit einbezogen, um Schwankungen schnell zu erkennen und darauf zu reagieren. Für schnelle Reaktion taugen weder GPS noch Baro.

Dass die GPS-Höhe stark schwankt, kann ich nicht nachvollziehen. Mit einem ordentlichen Shield unter der Patchantenne habe ich unter normalen Bedingungen meist um die 40-45cm vAcc. Das ist auch nur 10cm weniger Genauigkeit, als ich im Schnitt horizontal habe. Schwankungen kommen vor, sind aber selten mehr, als 30cm. Die vAcc (vertical accuracy) bedeutet übrigens nicht, dass die Flughöhe in diesem Rahmen schwankt. Sie besagt nur, dass die effektive Höhe von der absoluten Höhe um diesen Wert abweichen kann.

Absolute Höhenmeter halte ich für einen angenehmen Vorteil, insbesondere, wenn man nebenbei auch die vAcc als Telemetrie-Parameter auf dem Sender hat. Mit den beiden Werten habe ich im Flug eine sehr verlässliche Aussage über die tatsächliche Höhe, die nicht potentiell durch Faktoren wie Flugwind oder Sonneneinstrahlung verfälscht sein kann.

@WoSchu: Beschaff Dir erstmal eine aktive 35mm Pachtantenne. Ich habe zwar auch mit den kleinen Antennen fast nie so schlechte Signalqualität, dass die Höhenmessung von GPS auf barometrisch umschaltet, weshalb ich fast schon auf ein Problem mit Deiner Antenne tippe, doch ob Deine Antenne nun schlecht oder defekt ist, ist letztendlich egal, wenn Du eine neue/bessere besorgst.

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