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Ein Mikrokopter wird zum Thermokopter PI 640

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Hallo alle zusammen,
der Thermocopter PI 640 ist da. Der Multikopter ist eine Konfiguration aus MK XL und der optris PI 640. Die Herausforderung war eine Aufzeichnung eines qualitativen Streams. Die Infrarotkamera hat eine Auflösung von 640 x 480 Pixel und das System ist in der Lage einen radiometrischen Stream mit 24 Hz aufzuzeichnen. Somit wird es ermöglicht, scharfe Bildaufnahmen zu erstellen, welche bei der Auswertung der Daten von Vorteil sind. Die Infrarotkamera stammt aus dem Hause optris und wurde von uns mit einem Spezial miniPC kombiniert. Diese Kombination wiegt gerade mal ca. 680 Gramm, das Startgewicht liegt unter 5 kg.
http://www.kitawa.de/thermocopter-pi-640
Wenn Interesse besteht, stelle ich gern weitere IR-Bilder zur Verfügung.

Gruß piusbeer
« Bearbeitet von piusbeer am 07.01.2015 19:36. »
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Hi piusbeer,

Zitat
Die Infrarotkamera stammt aus dem Hause optris und wurde von uns mit einem Spezial miniPC kombiniert.


Die PI640 haben wir auch im Einsatz. Bei der Lieferung von Optris war aber bei uns der mini-PC mit einer XP-Installation bereits enthalten. Der MiniPC kam fertig installiert mit allen Kabeln und Treibern und Software für die Aufzeichnung des radiometrischen Stream. Funktioniert seit dem Auspacken (November 2014) einwandfrei. War keine große Herausforderung!

Grüße aus dem Schwarzwald
:mrgreen:
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Hmm, bei dem Preis nur eine Tortenhaube ? :shock: :roll:
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Hallo Networker,
Glückwunsch zur Kamera, die optris PI 640 ist eine tolle Infrarotkamera. Wir haben die IR-Kamera ausführlich getestet. Dabei sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass der miniPC für die Fluganwendung nicht alltagstauglich ist. Bei unseren Tests war es unter guten Bedingungen möglich einen radiometrischen Stream von max. 12 hz aufzuzeichnen. Die Auslegung der Umgebungstemperatur von 50°C war für unsere Anwendungen nicht ausreichend. Der miniPC von uns ist der Lage bei Fluganwendung einen radiometrischen Stream von 24 hz aufzuzeichen. Die Umgebungstemperatur darf gern 70°C betragen, er zeichnet die Daten auf einer 128 GB SSD auf. Und wir haben schon einige miniPc´s für die PI 640 getestet.
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Hallo piusbeer,
interessante Kombination. Verwendest du für alle IR-Einsätze die selbe IR-Kamera und Kopter oder mußt du dein Set dem Einsatzfall anpassen.
Fliegst du allein oder mit einem zweiten Mann ?

Gruß MK-Freund
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Hallo MK-Freund,

wir nutzen das System eher zum Prüfen von PV-Anlagen. Weitere Einsatzgebiete sind die Gebäudethermografie.
Denkbar ist auch der Einsatz in der Elektrothermografie, wir haben da leider keine Erfahrungen. Neben der optris PI 640 nutzen wir auch noch die Flir t620, aber dies mittlerweile selten. Die Vorteile der Infrarotkamera von Optris sind für den Einsatz im MK einfach größer. Wir fliegen in der Regel zu zweit, einer steuert den MK und der Co-Pilot kümmert sich um die IR-Kamera. Bei kleineren Sachen wird aber auch allein geflogen.

Gruß piusbeer
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Warum so schwer? Ne Flir Tau 2 640 wiegt 80g!?
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Hallo Piusbeer,

bitte nicht falsch verstehen,

ABER

deine Preisliste würde an deiner Stelle komplett überarbeiten. Du machst dich lächerlich, wenn du bei einem Brutto Preis von 35.462,- € für den kompletten Kopter angiebst und dann folgende Posten gesondert aufführst:


9. Alukoffer für Graupner MX20 (der ist bei der Funke doch dabei)
20. Balancer Kabel
21. Liposafer
22. Lipomessgerät
23. 3 Liposaver (wie wird der denn nun geschrieben? Mit "f" oder mit "v")
24 Y-Kabel parallel (wofür?)
28. SD Card 64 GB (ohne Angabe kann so eine Karte zwischen 12,- € und 80,- €)

Das sind in meinen Augen nur die "groben" Schnitzer.

Solch eine Aufstellung ist so, als ob du ein Auto anbietest, und dann aufzählst, das das Lenkrad oder die Blinkerbirne mit dabei ist.
Die Liste macht, und das ist nur meine Meinung, den Eindruck, das du den Preis durch gggaaannnnzzz viele Teile die mit dabei sind, versuchst zu rechtfertigen.

Das bei einer Live-Video-Verbindung ein Sender, ein Empfänger und wahrscheinlich auch Antennen mit im Spiel sind, ist doch klar,oder?


Dann weiter unten bei dem miniPC. Stromversorgung "100-240V, 50-60HZ". Fliegt der Kopter also mit einem langen Kabel durch die Luft, oder wie muß ein Kunde sich das vorstellen?

Die Daten für die Optis PI 640:
Prozess Schnittstelle: 0-10V Eingang, digitaler Eingang (max.24V), 0-10V Ausgang

Da kann keiner etwas mit machen.


So als Tipp von mir. Biete das alles als Komplett-Pakt für einen Preis "x" an und fertig.

Was dann viel wichtiger ist, ist eine klare und deutliche Beschreibung was das System leistet. Zeige dem Kunden, das er ein "unsichtbares" Problem mit seine PV-Anlage hat, und das er dieses Problem mit deinem System komplett sichtbar und berechenbar machen kann.

UND DAS ER DEIN SYSTEM BRAUCHT. Mach dem Kunden klar, das ihm jeden Tag durch defekte Module Geld verliert. Das ist es was ein Kunde wissen muß.
Ob der Kopter Coming Home hat Carefree, ist dem vollkommen egal (sofern er damit überhaut etwas anfangen kann).


Stelle einen Workflow zusammen. Skizziere einen "Einsatztag".

Ich habe keine Ahnung wie solch ein Einsatz aussieht, aber als Laie würde ich jetzt erwarten:

1. Es wird morgens angefangen
2. Es werden die Flüge absolviert
3. Es wird alles dokumentiert
4. Es wird alles ausgewertet
5. Ich erhalte nach Abschluß der Auswertung eine genaue Übersicht/Aufstellung was defekt ist und wie hoch die Kosten der Instandsetzung sind.

Wenn Punkt 5 so nicht so einfach ist, erwarte ich aber mindestens eine komplette Datengrundlage das ich solch eine Berechnung in Auftrag geben kann.


Du versuchst dich für den Preis zu entschuldigen und das merkt der Kunde. Ein gutes System kostet eben Geld - fertig.

Ist aber auch nur meine Meinung.


Grüße
Manfred
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Hallo jast,

warum eine Tau 640 mit 80 Gramm?. Weil da nur ein buntes Bild ist, keine radiometrischen Daten und noch wichtigter, der Support in Deutschland ist sehr bescheiden.

Gruß piusbeer
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Hallo Manfred,

Danke für die kritischen und kontruktiven Anmerkungen, ich schau mir die einzelne Punkte an und gebe Dir dann ein Feedback.

Gruß piusbeer
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Halli Hallo

Heißt das das man bei der Tau kein RAW-Bild gespeichert bekommt mit nachträglichem auslesen jedes einzelnen Pixels?

Hatschi
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Hier einige Informationen zur Tau 640. Die IR-Kamera hat eine Auflösung von 640 x 512 Pixel mit 25 Hz (Pal). Das Gewicht der Tau 640 ist in Abhängigkeit zum Objektiv 79-475 g. Nach meinen Informationen ist es möglich ein Livebild zu senden. Um ein radiometrisches Video aufzeichnen zu können Bedarf es eines PC, welcher in der Lage ist mit einer Software die Daten zu verarbeiten und aufzuzeichnen. Soviel ich weiß gibt es jemanden in Sachsen der die Flir Kamera kalibriert und einen PC dafür hat. Die optris PI 640 mit miniPC wiegt ca. 680 g und zeichnet einen radiometrischen Stream auf. Dieser kann im Nachgang ausgewertet werden. Hier ein Beispiel eines Untersuchungsberichtes mit Messwerten: http://www.kitawa.de/images/IR-Bilder/Untersuchungsbericht-thermische-Aufflligkeiten-an-Solaranlagen-kitawa-02.pdf
Bei der Wahl der Infrarotkamera sollte sich der Anwender klar machen, für welchen Einsatz diese gebraucht wird. Und für mich als Anwender ganz wichtig der SUPPORT in Deutschland.
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piusbeer meinte
Hier einige Informationen zur Tau 640. Die IR-Kamera hat eine Auflösung von 640 x 512 Pixel mit 25 Hz (Pal). Das Gewicht der Tau 640 ist in Abhängigkeit zum Objektiv 79-475 g. Nach meinen Informationen ist es möglich ein Livebild zu senden. Um ein radiometrisches Video aufzeichnen zu können Bedarf es eines PC, welcher in der Lage ist mit einer Software die Daten zu verarbeiten und aufzuzeichnen. Soviel ich weiß gibt es jemanden in Sachsen der die Flir Kamera kalibriert und einen PC dafür hat. Die optris PI 640 mit miniPC wiegt ca. 680 g und zeichnet einen radiometrischen Stream auf. Dieser kann im Nachgang ausgewertet werden. Hier ein Beispiel eines Untersuchungsberichtes mit Messwerten: http://www.kitawa.de/images/IR-Bilder/Untersuchungsbericht-thermische-Aufflligkeiten-an-Solaranlagen-kitawa-02.pdf
Bei der Wahl der Infrarotkamera sollte sich der Anwender klar machen, für welchen Einsatz diese gebraucht wird. Und für mich als Anwender ganz wichtig der SUPPORT in Deutschland.

Eben. Und das geht wunderbar mit der FLIR TAU-2 640. Die gibts nämlich radiometrisch kalibriert. Dann kann man mit ner Mini-Platine hinten dran (warum nen ganzen PC schleppen?) die Daten mit absoluter Temperaturmessung pro Pixel aufzeichnen. Inkl. Geo-Tag (Lat/Lon/Höhe/Kamerawinkel/Yaw) bis zu 550°C. Geht alles. Inkl. Gehäuse in unter 100g. Siehe http://www.asctec.de/uav-uas-drohnen-produkte/professionelle-high-tech-uav-uas-drohne-asctec-falcon-8/uav-nutzlasten/#pane-0-0 und http://www.asctec.de/downloads/public/AscTec-Professional_Line_Catalogue.pdf (Seite 37). Dann passt da auch noch ne Tageslichtkamera daneben die synchron ausgelöst wird. Und das ganze auf nem System mit 2.2kg Abfluggewicht mit Akku und Kamera. Support gibts natürlich auch. Fürs Flugsystem und jede Nutzlast. Die passende Software zur Auswertung und Berichtserstellung inkl. Verarbeitung aller Geodaten gibt es ebenfalls.
« Bearbeitet von jast am 15.01.2015 19:35. »
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Ja, kenne ich. Der Asc Tec Falcon 8 ist eine beeindruckende Lösung, vor allem da der Kopter nur 2,2 Kg (Abfluggewicht mit 6.200 mah/3S) schwer ist. Hier wurde eine clevere inHouse Lösung mit Linux realisiert, welche die Dokumentation mit Auswertung von Bildern ermöglicht. Meiner Kenntnis nach erzeugt die FLIR TAU-2 640 jeweils ein radiometrisches Bild. Wir hatten uns die Aufgabe gestellt, auf Basis des Mikrokoptersystems ein radiometrisches Infrarotvideo zu erzeugen. Unsere optris PI 640 zeichnet ein radiometrisches Video mit bis zu 24 Hz auf, welches im Nachgang ausgewertet wird. Also zwei Systeme mit unterschiedlichem Ansatz. Dieses hat sich insbesondere bei der Fehlersuche von großen Solarparks bewährt. Wir nutzen zum Beispiel auch eine FLIR T 620, (http://www.kitawa.de/images/Anwenderbericht-Thermografie-mit-Multikopter-FLIR-T620-an-Photvoltaikanlagen.pdf). Das ist eine sehr gute Kamera, die kann auch ohne weiteres händisch bedient werden, macht aber leider nur ein radiometrisches Bild.
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Ist nur mal eine Frage von einem der keine Solaranlage betreut.

Wenn ihr die Anlagen überfliegt, und es werden Solarpanel gesichtet die ein Problem haben. Ist es dann nicht egal ob und wie groß der Fehler ist?

Wird das Panel dann nicht eh ausgetauscht?

Grüße
Manfred
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Hallo Manfred,
dem Hersteller oder Installateur ist das nicht egal. Bei Garantieansprüchen ist der Kunde in der Beweispflicht. Wenn wir Anlagen überfliegen geht es in der Regel darum, sich auf Fehlersuche auf Modulebene zu begeben. Bei Auswertung des Videostreams werden thermische Auffälligkeiten dokumentiert. Eine thermische Auffälligkeit ist nicht unbedingt ein schlimmer Fehler am Modul. Je nach Art der thermischen Auffälligkeit wird eine Empfehlung ausgesprochen. Nehmen wir z. B einen thermisch auffälligen Substring. Empfehlung –> Instandsetzungsversuch oder ggf. Auswechslung des Moduls. Das heißt, es wird wenn möglich die Diode gewechselt oder das ganze Modul. Bei Fehlern an Modulen wird bei Garantieansprüchen ergänzend einen Kennlinienmessung durchgeführt. Bei einem Solarmodul mit einem Hotspot hängt das von mehreren Faktoren ab. Wie hoch sind die Unterschiede in der Messung im Vergleich zur unauffälligen Zellen. Trotz eines Realbildes kann ich nicht 100%-ig ausschließen ob der Hotspot z.B. durch eine Verschattung verursacht wird. Ist die Verschattung weg, gibt es auch keinen Hotspot mehr. Noch ein anderes Beispiel: eine thermisch auffällige Anschlussdose. Hier handelt sich in der Regel um ein Kontaktproblem, wird instandgesetzt. Oder nehmen wir mal einen ganzen Strang, welcher nicht angeschlossen ist (der wird wärmer als arbeitende Strings), nicht lachen gibt es tatsächlich zur Genüge. Du siehst, die IR-Aufnahme liefert nur Anhaltspunkte. Wie dann der Fortgang ist, muss man dann nach weiteren Betrachtungen festlegen.
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Vielen Dank für die Erklärung.

Soetwas gehört auf deine Seite. Das veranschaulicht wie wichtig solch eine Untersuchung ist.

Grüße
Manfred

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