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RTK Upgrade

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Guten Morgen,

wie ich so sehe, ist der neue Trend bei Vermessungskoptern das RTK Upgrade. Die EMlid Teile gibt es schon ab ca 570€.
Wäre das nicht ein Thema? Dann könnte man sich die GCPs sparen, das bringt pro Befliegung ca. 1h Zeitersparnis, wenn die exakte Position mit den Bildern abgespeichert wird.

lg Martin
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Auch wenn es für einige nicht in ihr Weltbild passt, RTK an Kopter kann GCP am Boden nicht ersetzten.
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Da bin ich nicht so sicher. Wenn die Brennweite der Kamera fix ist und die RTK Lösing annähernd genau ist, sollte das für die erforderliche Genauigkeit am Boden sorgen.

Arbeitest du als Vermesser?

lg
Martin
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https://pix4d.com/rtk-ppk-drones-gcp-comparison/

etwas zu diesem Thema.

Martin
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Mdaemon meinte


Danke für den Hinweis, ich hatte bei Sensefly schon öfters nach einem Whitepaper diesbezüglich nachgefragt.
Die Ergebinsse und Schlussfolgerungen dort sind m.E. für GPS-RTK geschönt. Das beginnt schon mal bei der ungünstigen Platzierung von GCPs. Wenn man das sauber macht, bekommt man Genauigkeiten von 1-2 cm in Lage und Höhe (siehe z.B. http://www.geospector.de/wp-content/uploads/Orthofoto_Kiesgrube_Hochbirket.pdf).
Realistisch erscheint mir im Vergleich dazu mittels "GPS-RTK only" eine gesicherte Dezimeter-Genauigkeit (wobei wir uns jetzt noch lange darüber austauschen können, was mit Genauigkeit gemeint ist).

Ciao,

Stella
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hallo Stella,

gebe dir Recht, zumal viele RTKs mit einer Basis am Boden rechnen und nicht mit Korrekturdaten über GSM.
Trotzdem ein spannendes Thema.
Martin
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Vermesser bin ich selber nicht, aber ich habe da jemanden in der Familie.
Wenn ich ein Flugdings mit RTK verkaufen würde, würde ich das auch so sehen wie Parrot, oh pardon Sensfly oder Pix4D oder wie die auch immer heissen mögen ;-)
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ich bin Markscheider, dh ich vermesse ausschliesslich Steinbrüche, Kiesgruben und Bodenaushubdeponien.
Hier muss jeder Punkt auf 20cm genau sein, das erschiene mir möglich.
Nichtsdestotrotz verwende ich 15-25 GCPs je nach Grösse, weil ich das Equipment zum Einmessen ja sowieso habe. Es wird aber spannend, wo der Weg hingeht. Neben dem Okto XL mit sony alpha 6000 teste ich nunmehr einen Phantom 4 Pro mit 20 MP Kamera, diese hat jetzt einen mechanischen Auslöser, der das rolling shutter Problem nicht hat.
Ich gehe in meiner Planung davon aus, das früher ode später der Flug mit den Bildern nichts mehr wert ist. Die Frage der Photogrammetrie und die Planerstellung aus der Photogrammetrie wird dann das Thema bleiben.
Also erscheint die Befliegung als Geschäftsidee nicht sinnvoll, aber als Erleichterung des eigenen Ablaufes passt es schon, ich will ja nicht selber laufen, im Steinbruch.

lg
Martin
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Mdaemon meinte
zumal viele RTKs mit einer Basis am Boden rechnen und nicht mit Korrekturdaten über GSM.


Woher die Korrekturdaten kommen, sollte eigentlich unerheblich für RTK sein. Eigene Basis ist halt eine zusätzliche Investition, teilweise auch proprietär (wie bei DJI). GSM-Korrekturen wie SAPOS etc. haben dann einen zeitabhängigen Tarif, einzelne Bundesländer in Deutschland bieten das aber inzwischen auch kostenlos an. Bei den Referenznetzwerken hast gleich den Vorteil der mitgelieferten, "offiziellen" Transformationsparameter.

Stella
« Bearbeitet von Stella am 29.12.2017 12:12. »
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Mdaemon meinte
Hier muss jeder Punkt auf 20cm genau sein, das erschiene mir möglich.


In Lage oder Höhe oder beides? Da sollte das RTK-Verfahren mit der gesicherten Dezimeter-Genauigkeit schon reichen
Unsere Kunden benötigen aber meistens 2-3 cm Genauigkeit, um z.B. mit gesetzlichen Vorgaben konform zu sein.

Mdaemon meinte
Ich gehe in meiner Planung davon aus, das früher ode später der Flug mit den Bildern nichts mehr wert ist. Die Frage der Photogrammetrie und die Planerstellung aus der Photogrammetrie wird dann das Thema bleiben.
Also erscheint die Befliegung als Geschäftsidee nicht sinnvoll, aber als Erleichterung des eigenen Ablaufes passt es schon, ich will ja nicht selber laufen, im Steinbruch.

Das Problem bei der Photogrammetrie sind nicht nur die Referenzpunkte, sondern der gesamte Auswertungsprozess. Wenn Du nur das DEM / Höhenmodell benötigst, ist das mit "Kanonen auf Spatzen schießen". Da werden sich zukünftig andere Verfahren durchsetzen. Wir selbst haben beispielsweise gerade einen leichtgewichtigen Laser-Mapper (600 Gramm) in Entwicklung, da kannst Deine Volumen direkt nach dem Flug noch vor Ort bestimmen :-)

Stella
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Laserscanner auf einer Drohne gibt es bereits, ist aber nicht so einfach und teuert ein bisserl.
Da sind wir von den 5k € eines MK oder den 1,2k€ des Phantom 4 pro ganz weit wegt.
ich denke, dass sich die Photogrammetrie da eher im Steinbruch durchsetzt, da braucht keiner 3cm Genauigkeit bei einer Fläche von 150.000 m2 oder 15 Hektar.

Volumen kannst du nur gegen eine 2. Fläche rechnen. Bei der Photogrammetrie ist die manuelle Eingriffszeit unerheblich.

Martin
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noch eine Ergänzung: mittlerweile gibt es auch von Trimble Gcp-Marken mit eingebautem GPS, damit man die Marken nicht mehr selbst einmessen muss.
Die amerikanischen (www.propelleraero.com kosten rd. 6000$, ob das ein sinnvoller Weg ist, wage ich zu bezweifeln.
Da wird wohl die automatische GCP Zuordnung wie es Agisoft kann, der bessere Weg sein.

grüsse
Martin
« Bearbeitet von Mdaemon am 30.12.2017 14:27. »
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Mdaemon meinte
A) Gcp-Marken mit eingebautem GPS, damit man die Marken nicht mehr selbst einmessen muss.
B) Da wird wohl die automatische GCP Zuordnung wie es Agisoft kann, der bessere Weg sein.


Sorry, ich steh' auf dem Schlauch:

- Was hat A) mit B) zu tun?
- Auto-Zuordnung geht wohl nur für Nahbereich, falls Du keine Quadratmeter-großen GCPs verwenden willst.

Stella
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Ganz einfach: bei einem 7 Hektar grossen Steinbruch brauche ich (a) rd 1 h für das Auslegen und Einsammeln der GCP Marken. Das Einmessen dazu dauert nur wenige Minuten extra, weil ich das Trimble GPS gleich mitnehme.
Bei der Auswertung (b) dauert das Zuordnen der GCPs im Agisoft ebenfalls rd. 1 h, je nach Anzahl und nach Grösse.
Den Rest der Auswertung kann man batchen, das geht dann über Nacht.

Die. Befliegung selbst dauert ja nur 5-15 Minuten, also sind die GCPs einer der Hauptfaktoren. Es gibt Leute, die kaufen sich Drohnen um 30.000 €, um sich pro Auftrag 2 Stunden zu sparen.

Bleibt noch immer die Frage der örtlichen Anpassung des GPS. ob das mit einer RTK Drohne geht wage ich zu bezweifeln, dann geht es eh nicht ohne GCPs.

Martin
« Bearbeitet von Mdaemon am 01.01.2018 23:11. »

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